Sonntag, 21. April 2013

Die Fair Handeln-Messe in Stuttgart 2013 - ein Erlebnisbericht


Der Samstag kam und endlich war es soweit: nach ca. 1 1/2-stündiger Autofahrt und kurzer Parkplatzsuche hielten wir unsere ausgedruckten Eintrittskarten unter die Scanner an den Drehkreuzen - und schon waren wir mittendrin in der +Messe Stuttgart. Da wir das erste Mal auf dem Messegelände waren, fiel uns sofort die moderne und helle Architektur auf. Durch eie breiten Gänge gelangt man recht schnell zu den verschiedenen Messehallen und hat dabei einen schönen Blick auf den begrünten Innenhof, auf dem Bänke, Grünfläche und auch verschiedene Gastronomieangebote zum Pause machen einladen. 

Was uns nicht bewusst war: An diesem Wochenende fand nicht nur die "Internationalen Messe für Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln" statt, sondern auch andere Hallen waren zu verschiedenen Themen belegt. So kam es, dass wir auf dem "Markt des guten Geschmacks" (Slow Food Messe) leckere Käsespätzle von einem regionalen Hersteller zum Mittagessen hatten und dort auf einen Stand von +LemonAid stießen, deren Limonade zu fast 100 % aus fair gehandelten Zutaten hergestellt wird und definitiv auch den Geschmackstest bestanden hat! (red = Rooibos-Tee mit Passionsfrucht = *yammie*)




Messebar von LemonAid - hier konnte man auch selbst Limonade herstellen!




Aber zurück zu unserem eigentlichen Ziel: Auf der Fair Handeln-Messe mischten sich verschiedene Ausstellergruppen bunt durcheinander. Zum Einen gab es verschiedene Informationsstände z.B. von der Organisation GEPA, deren fair gehandelte Produkte man in den Weltläden, aber z.B. auch bei +EDEKA  oder +Alnatura finden kann. 








Am Messestand des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (+BMZ) wurde man u.a. informiert über die deutsche Entwicklungspolitik, den Einsatz für die Einhaltung von Kinderrechten in der Entwicklungszusammenarbeit oder auch zu verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten für Gruppen, die sich entwicklungspolitisch engagieren wollen. 




Und natürlich darf Fairtrade Deutschland auf einer solchen Messe nicht fehlen! Hier konnte man sich zu verschiedenen fairtrade-Produkten informieren, sogar das ein oder andere kosten (z.B. dieses Müsli) und erhielt generelle Informationen zu der Arbeit von Fairtrade Deutschland.




Ein interessantes Angebot stellte das Internationale Katholische Missionswerk "Missio" den Besuchern zur Verfügung: Im "missio-Truck" war man eingeladen, die verschiedenen Stationen einer Landesflucht nachzuvollziehen. Am Eingang wählte man eine Charakterkarte eines Flüchtlings aus Afrika. Anschließend führte die Ausstellung durch verschiedene Räume, die jeweils zu einer bestimmten Station der Flucht gestaltet waren, und in denen man an verschiedenen Medienstationen mehr über die Situationen des gewählten Charakters und seine Flucht erfuhr. Nach ca. 20 Minuten verließen wir bewegt und nachdenklich den Truck und wurden von einer freundlichen Mitarbeiterin empfangen, die einige Fragen beantwortete und uns etwas mehr über die Arbeit des Missionswerks berichtete. Zum Schluss ließen wir uns noch für die aktuelle Fotoaktion ablichten, an der man sich übrigens auch online beteiligen kann.



Der "missio-truck" kann deutschlandweit für Veranstaltungen,
Schulen etc. gemietet werden



Zum Anderen gab es Vorträge und Musik, Stände, die fair gehandelte Produkte verkauften und einiges mehr. Leider kann ich euch nicht von jedem Aussteller, jedem Gespräch und jedem Produkt im Detail berichten. Daher nun einfach ein paar Bilder und kleine Beschreibungen mit vielen Links, damit ihr euch einen Eindruck machen könnt :)



Blick auf einen kleinen Teil der Halle




Diese schicke Stofftasche (und die Shirts dahinter) werden CO2-reduziert hergestellt vom fairen Bio-Modelabel EcoCarrots




Ein Messestand zum Bewundern und Staunen: CanCars sind Spielzeug-oder Modellautos, die von kleinen Familienbetrieben in Madagaskar per Hand aus Büchsen oder Dosen hergestellt werden. Viele Kinder und Jugendliche, die daran beteiligt sind, erhalten hierfür nicht nur einen fairen Preis, sondern werden auch durch Ausbildung unterstützt.











Fair gehandelte Cola gibts nicht? Gibts doch:




 

Kleine Pause in der Sonne mit fair gehandeltem Kaffee von GEPA 






Afrikanische Rhythmen und Gesänge bringen Stimmung in die Bude! ...




...und stimmen ein auf einen Vortrag über Handyproduktion und den
ausbeuterischen Rohstoffhandel im Kongo




Das Hope Theatre Nairobi, bestehend aus jungen Menschen aus Stuttgart und Nairobi, macht mit Musik und Tanz aufmerksam auf das Thema Fairtrade - nicht nur auf der Messe, sondern aktuell auch am Theater Rampe in Stuttgart



Das Projekt FairMail arbeitet mit sozial benachteiligten Jugendlichen in Peru und Indien, die in Fotoworkshops geschult werden um eigene Motive für die Herstellung von Grußkarten zu erstellen. Sie verpflichten sich, während der Projektteilnahme zum regelmäßigen Schulbesuch, erhalten eine Krankenversicherung und bekommen 50% des Gewinns pro Karte. Mit dem gesparten Geld können sie sich nach der Schule eine Ausbildung finanzieren (mehr hier).

Super: Auf jeder Karte ist ein Bild des Fotografen mit einem kleinen Statement des/der Jugendlichen. Im Internet kann man genau nachlesen, wieviel jede/r schon durch den Kartenverkauf eingenommen hat (hier die Bilder anklicken).








Am bunten Messestand von CONTIGO konnte man die Vielfalt aus den Läden erkennen: Geschirr, Kleidung, Schmuck, Schreibwaren, ... Wer keinen CONTIGO Fair Trade Shop in der Nähe hat, kann auch online shoppen.



Was ich euch vorgestellt habe, ist wirklich nur ein Bruchteil der Messestände, die es gab. Gesprochen haben wir bspw. noch mit Mitarbeitern von Helfen-kostet-nix, einer Onlineplattform, über die man einkaufen kann und der jeweilige Onlineshop spendet einen Betrag x an ein Projekt, das man sich als Käufer aussucht - und das ganz ohne Mehrkosten für den Käufer! Ein interessantes Konzept hat auch die Reiseagentur Kia Ora Reisen, die fairen Urlaub anbieten, was z.B. bedeutet, dass sie große Hotels meiden und die Übernachtungsmöglichkeiten der Einheimischen nutzen. Und das zu wirklich interessanten Reisezielen (genauere Infos dazu hier)!

Ein komplettes Ausstellerverzeichnis findet ihr hier ("Alle Aussteller von A-Z") und könnt es auch ausdrucken oder speichern (über die Druckfunktion --> "als pdf speichern" auswählen).



Wer jetzt Lust bekommen hat, sich das ganze einmal selbst anzuschauen, der kommt einfach zur Fair Handeln 2014 - ich werde sicherlich da sein! :)



Eine fairschönerte Woche (hoffentlich mit Frühlingswetter!) wünscht euch

Mittwoch, 10. April 2013

Was man nicht im Kopf hat... Trendige und nachhaltige Gedankenspeicher von Rar.books

Ich gehöre zu den Menschen, die sich gerne und viele Notizen machen.

Egal, ob To Do-Listen, Einkaufszettel, Notizen bei Vorträgen, Adressen, Erinnerungen bei der Arbeit, ... egal, ich habe es am liebsten griffbereit und  auf Papier!* Um genügend Notizzettel für mein Geschreibsel zu haben und dabei nicht unnötig die Umwelt zu belasten, zerschneide ich mittlerweile übrig gebliebenes, zumindest einseitig beschreibbares Papier (z.B. Fehldrucke aus dem Drucker, alte Vorlesungsunterlagen, Werbebriefe etc.). und deponiere die Zuschnitte griffbereit als Notizzettelvorrat. Ist gut für die Umwelt, super praktisch, weil man die Größe(n) selbst bestimmen kann und auf jeden Fall interessant, wenn man später versucht herauszufinden, zu welchem Schriftstück die Textfetzen auf der Rückseite gehört haben...!

*auch wenn ich gestehen muss, dass ich seit einiger Zeit meine Einkaufslisten mit einer Handy-App mache - auf Wunsch und sehr zum Stolz meines Mannes; der Clou: die Liste synchronisiert sich mit seinem Handy sobald ich online gehe, davon hab dann auch ich was ;)


Eine ähnliche Idee müssen Adrenne und Mathias von Rar.books gehabt haben, als sie anfingen, nein, keine Notizettel zu schneiden, sondern tolle Notizbücher herzustellen, die fast zu 100 % aus Recyclingmaterial bestehen!







Sie verwenden Materialien, die sonst in der Mülltonne landen würden, fügen zum Binden Spiralen hinzu und machen daraus mit viel Kreativität ganz einzigartige Gedankenspeicher.









Die Notizbücher von Rar.books sind Einzelstücke oder werden in Kleinserien hergestellt. Bedruckt werden sie mit der Siebdrucktechnik und mit viel Liebe von Hand.







Adrienne und Mathias von Rar.books


Mittlerweile gibt es auch einige spezielle Produkte wie z.B. Gästebücher und ein Rezeptbuch. Und sicherlich werden da noch einige neue Ideen folgen, wir dürfen also gespannt sein!


Ich hab mein eigenes Rar.book (nämlich dieses) und beschreibe es fleißig und mit viel Freude an der nachhaltigen Herstellung und dem tollen Design! Stöbert doch gern mal im Rar.books-Onlineshop - welches Design gefällt euch am besten?


Alle Bilder in diesem Post wurden zur Verfügung gestellt mit
freundlicher Genehmigung von Rar.books - vielen herzlichen Dank!


Habt einen fairschönerten Tag!

Julia





Samstag, 30. März 2013

Ein Dankeschön

Am Donnerstag klingelt der Paketmann und bringt ein kleines Päckchen an meine Tür - von Fr. Hölscher, Inhaberin des DaWanda-Shops Atelier-Werkstatt, deren hübsche Filzeier ich im letzten Post vorgestellt hatte. Und was ist drin?! 3 wunderschön bunte Eier aus weichem Filz - und ich war völlig entzückt, denn die sind einfach zu schön und machen mit ihren herrlich leuchtenden Frühlingsfarben richtig gute Laune!

Hiermit ein großes und herzliches DANKESCHÖN an Fr. Hölscher und für euch alle ein paar schöne Bilder von meiner hübschen Osterüberraschung!





 






Herrliche Ostern wünscht euch

Julia

Mittwoch, 27. März 2013

Damit das Häschen nicht in der Grube landet - faire Osterideen zum Kaufen und Selber machen


Ostern steht vor der Tür (auch wenn das Wetter eher an Weihnachten erinnert...) und damit sicher bei dem ein oder anderen die Frage, was man denn in diesem Jahr schenken könnte. Ich habe euch einmal ein paar Ideen zusammen gestellt, die es bisher vielleicht noch nicht ins Körbchen geschafft haben. Viel Spaß beim Stöbern! :)


Kennt ihr schon die außergewöhnlichen Produkte von LUSH? Lush wurde 1995 gegründet und stellt seitdem Kosmetikprodukte her, die

- handgemacht sind aus frischen Zutaten
- nicht an Tieren getestet werden
- 100% vegetarisch und zu 83% vegan sind
- aus Palmölfreier Seifenbasis bestehen
- zu einem großen Teil (60%) keine Konservierungsstoffe enthalten
- und der Umwelt zuliebe sind 38% der Produkte unverpackt, der Rest wird in recycelten Verpackungen verkauft (Quelle: http://www.lush-shop.de/ueber-uns_29.html).


Klingt gut? Sieht auch super gut aus, riecht gut und von der Qualität könnt ihr euch selbst überzeugen! Hier eine kleine Auswahl der farbenfrohen Osterprodukte von LUSH (mehr findet ihr im Online-Shop oder direkt im Laden):



 
Geschenk "Happiness"


 Geschenkgutschein "Hase"


Schaumbad "Tulip from Amsterdam"


(Bilder zur Verfügung gestellt durch und mit freundlicher Genehmigung zur Nutzung von Lush GmbH, E-Mail vom 26.3.2013, vielen herzlichen Dank!)





Und hier etwas ganz Süßes: Die tollen selbstgemachten Filz-Eier aus dem DaWanda-Shop Atelier-Werkstatt! Die Eier gibt es in ganz verschiedenen Farben und drei Größen (klein, mittel, groß) und sind, wie ich finde, eine tolle Idee, um eine Kleinigkeit originell zu verpacken und zu verschenken! Mehr muss ich dazu gar nicht sagen, einfach anschauen und schmachten:












(Bilder zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung zur Nutzung durch Beate Hölscher von der Atelier Werkstatt, E-Mail vom 26.3.2013, vielen herzlichen Dank!)




Super lecker sind die verschiedenen Schokoladenprodukte der österreichischen Schokoladenmanufaktur zotter! Alle zotter-Produkte sind Bio-zertifiziert und die Zutaten werden fair gehandelt. Und wem das noch nicht genügt, der kann sich hier über weitere Maßnahmen zur umweltfreundlichen Produktion informieren. Die Produkte gibt es natürlich online zu bestellen, aber auch in verschiedenen Geschäften zu kaufen. Wer einen Händler in seiner Nähe suchen möchte, findet hier weitere Informationen oder darf sich direkt an zotter wenden. So, genug geredet, jetzt wirds lecker: 



"Osterhasen überall" - Handgeschöpfte Schokolade


"Hot Chicken"


"Eggs and Roses" - Mixing Bar


(Nutzung der Bilder mit freundlicher Genehmigung der Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH, E-Mail vom 11.3.2013, dankeschön!)






Und für alle, die gerne ein bißchen Herzblut in ihr Geschenk stecken wollen, gibt es hier noch ein paar DIY-Tipps:



Super leckere und wunderschöne Ostereier-Cookies getestet von Ina aus dem Cityglamblog













Süße und schnell gebastelte Osterkarten, gefunden bei kreativfieber

















...und zu guter Letzt ein farbenfrohes Osterprint, das zum kostenlosen Download bereit steht (gefunden bei eighteen25) - zur Verwendung entweder im Rahmen wie hier oder als Karte oder... 









Ganz viel Spaß beim Beschenken
und frohe Ostern!



Samstag, 23. März 2013

Verzicht, na klar! Ehm...und von was leben jetzt nochmal die Menschen in Bangladesch...?


Seit einigen Tagen spukt eine bestimmte Buchpassage immer wieder in meinem Kopf rum. Kein ganz neues Thema, bei Weitem nicht. Eher das deutlich machen einer Haltung, die ich schon länger habe, aber nie so gut auf den Punkt gebracht fand. Jawohl, das stimmt, das kann ich unterschreiben, dachte ich. Dann habe ich mit meinem Mann diskutiert. Und gemerkt, dass die ganze Sache für mich doch nicht so klar ist. Auch meine Internetrecherche hat mich erstmal nicht weiter gebracht. Da man in einem Blog nicht verpflichtet ist, fertige Ergebnisse abzuliefern (wenn dem so wäre, hätte ich sicherlich keinen...), will ich euch einmal mit hinein nehmen in das, was mich grad um meine Seelenruhe bringt.

Folgende Passage hat das ganze Dilemma ausgelöst:


"Damit sind wir freilich an dem Punkt, an dem das Phänomen seltsam wird. Alle Analysen scheinen darauf hinzudeuten, dass wir ein Problem mit dem Zuviel haben: zu viel Energie- und Ressourcenverbrauch, zu viel Umweltverschmutzung, zu viele Wegwerfprodukte. Die logische Konsequenz müsste also in der Abkehr vom Zuviel und damit im Weniger in allen Bereichen liegen. Konkret bedeutet das Verzicht."



Soweit so gut. Wir verbrauchen zu viele Ressourcen, produzieren zuviel Müll und schaden damit der Umwelt und nachkommenden Generationen. Also, weniger konsumieren und wenn, dann am besten bio, fairtrade oder Second Hand. Und schon haben wir was für den Planeten und die Menschen getan.

Was passiert aber, wenn ein großer Teil der westlichen Bevölkerung zwar fair produzierte Produkte kauft, die beteiligten Unternehmen hierfür pro Stück mehr Geld bekommen um ihre Mitarbeiter fair zu bezahlen, den Konsum aber so drastisch reduziert, dass die Menge an bspw. produzierten T-Shirts aus Indien oder Bangladesch nicht mehr benötigt werden? Verdienen die Unternehmen dort dann noch genug aus fair gehandelten Produkten um alle Mitarbeiter weiter zu beschäftigen und so hohe Löhne zu zahlen, damit diese den eigenen Lebensstandard weiter verbessern zu können? Oder ist deren Situation folglich schlechter als zuvor? Und es geht weiter: Wenn wir, um lange Transportwege zu vermeiden, hauptsächlich Produkte kaufen, die aus Deutschland oder zumindest aus Europa kommen - was machen dann die ganzen Firmen in den "Billiglohnländern" mit ihren Produkten (nicht nur Kleidung, auch Obst, Getreide, ...) und vor allem dem nicht eingenommenen Geld?! 

Kann Verzicht also DIE Lösung sein im Kampf um gerechtere Lebensbedingungen für alle Menschen? Oder ist er gut für die Umwelt, aber schlecht für die Menschen?






Ich habe mittlerweile den dringenden Verdacht, dass unser Wirtschaftssystem solche Entwicklungen einfach nicht vorsieht und demnach auch keine vernünftige Lösung für einen solchen Fall anbieten kann...aber was wäre die Alternative? 

In einem Gespräch, das ich vor einigen Tagen auf google+ geführt habe, meinte mein Gesprächspartner, dass wir letztendlich alle wieder "Handwerker und Bauern" sein würden, wenn wir das mit dem Verzicht ernsthaft und kollektiv durchziehen. Der Lebensstandard würde also nicht für die ärmeren Menschen steigen, sondern für die westliche Gesellschaft sinken. Wir dramatisch, das kann man wohl nicht abschätzen. Ist es vielleicht das, was Thomas Weißenborn meint, wenn er schreibt:


"Wenn die Welt besser werden soll, müssen wir auf Wohlstand verzichten - und damit auf Einkommen, Autos, Urlaubsreisen, große Wohnungen, modische Kleidung, Fertigprodukte, Multimediaentertainment und vieles mehr." (aus: ebd.) 


Da mich diese Frage im Moment nicht mehr los lässt, werde ich weiter recherchieren, Leute befragen (ein Freund von mir, der sich sehr gut mit Wirtschaft, Konsum, Nachhaltigkeit etc. auskennt, steht definitiv schon auf der Diskussionsliste) - und halte euch auf dem Laufenden über meinen (hoffentlich) fortschreitenden Erkenntnisgewinn. Und ich freue mich zu diesem Post besonders über Kommentare, Fragen, Anregungen ... und auch Recherchehilfe :)


Trotzdem
für eine fairschönerte Welt,

Julia










Dienstag, 12. März 2013

Fair Handeln - Internationale Messe in Stuttgart

Hallo ihr Lieben!

Ich möchte euch heute auf die Fair Handeln - Messe in Stuttgart aufmerksam machen.




Sie findet statt vom 11. - 14. April 2013, der Tageseintritt für einen Erwachsenen kostet 12 € (weitere Preise findet ihr hier). Ideeller Träger ist die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) (Veranstalter ist die Landesmesse Stuttgart GmbH).

Der Veranstalter schreibt zu Sinn, Zweck und Zielgruppe:

"Die FAIR HANDELN ist eine Messe für alle, die sich engagiert für ein global verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln einsetzen. Sie stellt einen Marktplatz dar für den Fach- und Einzelhandel, der fair gehandelte Produkte, Nahrungsmittel, Textilien, Kosmetik, Blumen, Kunst etc. im Angebot hat. Darüber hinaus sind Corporate Social Responsibility (CSR), Nachhaltiger Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit vorrangige Themen, die auf der FAIR HANDELN vorgestellt und in zahlreichen Bildungsveranstaltungen und Forumsbeiträgen beleuchtet und diskutiert werden können." 

(Zitat aus: http://www.messe-stuttgart.de/fairhandeln/besucher/auf-einen-blick/ [abgerufen am 12.03.2013]).

Sehr spannend und vorbildlich finde ich, dass alle Aussteller im Bereich Fairer Handel bestimmte Kriterien erfüllen müssen, um ausstellen zu dürfen. Darunter fällt unter anderem eine Zertifizierung durch Organisationen wie z.B. TransFair, GOTS, WFTO oder FWF.

Ich werde in diesem Jahr das erste Mal dort sein und bin schon sehr gespannt! Danach gibts einen Bericht ;) Und vielleicht trifft man sich ja dort?!

Einen fairschönerten Tag euch allen!

Julia

Donnerstag, 7. März 2013

Es stellt sich vor: Fair Wear Foundation

Heute möchte ich euch ein super Video der Fair Wear Foundation (FWF) vorstellen. Die FWF ist eine unabhängige Non-Profit Organisation, die sich für faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzt und hierfür mit verschiedenen Unternehmen und Herstellern zusammenarbeitet. Gemeinsam mit den Unternehmen werden Standards festgelegt, die in der Herstellung ihrer Produkte nach und nach erarbeitet und eingehalten werden müssen. In regelmäßigen Abständen werden die verschiedenen Hersteller, die diese Unternehmen beliefern, von der FWF als unabhängiger Stelle kontrolliert. Die Unternehmen verpflichten sich außerdem, regelmäßig einen Sozialbericht zu veröffentlichen.

In ihrem neuen Video zeigt die FWF zunächst auf, warum es so schwierig ist, faire Arbeitsbedingungen innerhalb der Textilindustrie zu überwachen und sicherzustellen. Anschließend werden die Ziele und die Arbeitsweise der FWF dargestellt. Auf Englisch gibts das Video schon länger und jetzt endlich auf Deutsch!






Interessante Erkenntnisse beim Schauen und einen fairschönerten Tag wünscht euch

Julia


PS: Wenn ihr wissen wollt, welche Marken der Textilindustrie durch die FWF zertifiziert sind, findet ihr hier die Möglichkeit, euch eine (auch landesspezifische) Liste erstellen zu lassen.