Posts mit dem Label fair trade werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label fair trade werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. März 2013

Damit das Häschen nicht in der Grube landet - faire Osterideen zum Kaufen und Selber machen


Ostern steht vor der Tür (auch wenn das Wetter eher an Weihnachten erinnert...) und damit sicher bei dem ein oder anderen die Frage, was man denn in diesem Jahr schenken könnte. Ich habe euch einmal ein paar Ideen zusammen gestellt, die es bisher vielleicht noch nicht ins Körbchen geschafft haben. Viel Spaß beim Stöbern! :)


Kennt ihr schon die außergewöhnlichen Produkte von LUSH? Lush wurde 1995 gegründet und stellt seitdem Kosmetikprodukte her, die

- handgemacht sind aus frischen Zutaten
- nicht an Tieren getestet werden
- 100% vegetarisch und zu 83% vegan sind
- aus Palmölfreier Seifenbasis bestehen
- zu einem großen Teil (60%) keine Konservierungsstoffe enthalten
- und der Umwelt zuliebe sind 38% der Produkte unverpackt, der Rest wird in recycelten Verpackungen verkauft (Quelle: http://www.lush-shop.de/ueber-uns_29.html).


Klingt gut? Sieht auch super gut aus, riecht gut und von der Qualität könnt ihr euch selbst überzeugen! Hier eine kleine Auswahl der farbenfrohen Osterprodukte von LUSH (mehr findet ihr im Online-Shop oder direkt im Laden):



 
Geschenk "Happiness"


 Geschenkgutschein "Hase"


Schaumbad "Tulip from Amsterdam"


(Bilder zur Verfügung gestellt durch und mit freundlicher Genehmigung zur Nutzung von Lush GmbH, E-Mail vom 26.3.2013, vielen herzlichen Dank!)





Und hier etwas ganz Süßes: Die tollen selbstgemachten Filz-Eier aus dem DaWanda-Shop Atelier-Werkstatt! Die Eier gibt es in ganz verschiedenen Farben und drei Größen (klein, mittel, groß) und sind, wie ich finde, eine tolle Idee, um eine Kleinigkeit originell zu verpacken und zu verschenken! Mehr muss ich dazu gar nicht sagen, einfach anschauen und schmachten:












(Bilder zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung zur Nutzung durch Beate Hölscher von der Atelier Werkstatt, E-Mail vom 26.3.2013, vielen herzlichen Dank!)




Super lecker sind die verschiedenen Schokoladenprodukte der österreichischen Schokoladenmanufaktur zotter! Alle zotter-Produkte sind Bio-zertifiziert und die Zutaten werden fair gehandelt. Und wem das noch nicht genügt, der kann sich hier über weitere Maßnahmen zur umweltfreundlichen Produktion informieren. Die Produkte gibt es natürlich online zu bestellen, aber auch in verschiedenen Geschäften zu kaufen. Wer einen Händler in seiner Nähe suchen möchte, findet hier weitere Informationen oder darf sich direkt an zotter wenden. So, genug geredet, jetzt wirds lecker: 



"Osterhasen überall" - Handgeschöpfte Schokolade


"Hot Chicken"


"Eggs and Roses" - Mixing Bar


(Nutzung der Bilder mit freundlicher Genehmigung der Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH, E-Mail vom 11.3.2013, dankeschön!)






Und für alle, die gerne ein bißchen Herzblut in ihr Geschenk stecken wollen, gibt es hier noch ein paar DIY-Tipps:



Super leckere und wunderschöne Ostereier-Cookies getestet von Ina aus dem Cityglamblog













Süße und schnell gebastelte Osterkarten, gefunden bei kreativfieber

















...und zu guter Letzt ein farbenfrohes Osterprint, das zum kostenlosen Download bereit steht (gefunden bei eighteen25) - zur Verwendung entweder im Rahmen wie hier oder als Karte oder... 









Ganz viel Spaß beim Beschenken
und frohe Ostern!



Samstag, 23. Februar 2013

Mode fair, öko und sozial: armedangels.


Heute ist echt ein trister Samstag. Hier in der Gegend schneits ein bißchen bei wolkenverhangenem Himmel und kaltem Wind. Bei dem Wetter muss man sichs schön machen. Daher sitze ich mit riesiger Tasse Chai Latte und Laptop im Café und denke an den Frühling mit seinen bunten Farben, der Sonne, der Wärme...*hach* Passend dazu möchte ich euch heute ein Unternehmen vorstellen, das seine Frühjahrskollektion schon seit einigen Wochen online hat und mich immer wieder dazu verführt, „nur mal ein bißchen zu gucken“ … :)

Das deutsche Modelabel armedangels besteht seit 2007. Mit 6 verschiedenen T-Shirts im Sortiment wollten sie beginnen, die (Mode-) Welt zu verändern. Mittlerweile führt armedangels ein ganzes Kleidungssortiment für Frauen und Männer und verkauft über seinen Online-Shop, 250 individuelle Boutiquen und größere Warenhäuser wie z.B. Peek & Cloppenburg.

Was macht armedangels anders als andere Modelabel? Zum Einen werden die meisten Produkte aus fairtrade-zertifizierter Baumwolle hergestellt. Dies trägt u.a. dazu bei, dass die Baumwollbauern einen fairen Preis für ihre Baumwolle bekommen (mehr Infos findet ihr hier oder auf der Website von Fairtrade Deutschland). Zum Anderen ist die verwendete Baumwollte durch GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifiziert, d.h. es werden nicht nur soziale, sondern auch hohe ökologische Standards bei der Baumwollherstellung eingehalten (mehr Infos dazu hier oder direkt auf der GOTS-Website). Die Kleidung besteht aus 100 % Bio-Baumwolle - und sieht einfach gut aus!



Alle Bilder in diesem Post wurden zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung
von armedangels. social fashion company GmbH



Der armedangels Online Shop ist übersichtlich und transparent gestaltet. Klickt ihr ein Produkt an, findet ihr die Hinweise auf die jeweilige Zertifizierung und das Herstellungsland. Außerdem gibt es ein eigenes „armedangels-Gütesiegelsystem“ (sog. Trusties), das die Kategorien eco, fair, recycled, social, vegan und local umfasst. Bei jedem Produkt findet ihr die jeweils zutreffenden Gütesiegel mit einer kurzen Erklärung, was die einzelnen Siegel bedeuten.

Armedangels verkauft in seinem Online Shop mittlerweile auch Produkte anderer Hersteller, die die Firmenphilosophie teilen (z.B. Jeans von Kuyichi). Auch bei diesen Produkten findet ihr Hinweise auf Zertifizierung, Herstellungsland und ggf. die verschiedenen Gütesiegel.

Und weils so schön ist, werde ich jetzt ein bißchen Frühlingsklamotten gucken - auch zur eigenen Fairschönerung... ;)

Habt ein schönes Wochenende!

Julia


Achtung Nachtrag (25.2.2013): Ich hatte geschrieben, dass alle Produkte fairtrade-zertifiziert sind. Das ist aber nicht der Fall. Die meisten haben das fairtrade-Siegel, aber nicht alle. Habe ich nun auch im Text berichtigt.

Montag, 4. Februar 2013

Postmoderner Labelwahnsinn oder: Warum redet eigentlich jedes Unternehmen von "öko" und "fair"?


Schaut man sich im Moment in den Läden um, stellt man fest, dass immer mehr Hersteller Labels auf ihren Produkten haben, die auf umweltverträglich oder fair produzierte Produkte hinweisen. H&M bspw. führt eine "Conscious Collection", C&A wirbt mit Kleidung aus "Bio Cotton" ganz zu schweigen von zig Lebensmittelherstellern, die auf ihre Produkte ein eigenes Biosiegel drucken. Sieht erstmal gut aus und die Kunden scheinen darauf anzuspringen. Denn: in unserer globalisierten Welt ist mittlerweile auch zu der breiteren Masse durchgedrungen, dass es nicht selbstverständlich ist, wenn sich ein Arbeiter in Indien mit seinem Gehalt die Miete UND genug Essen leisten kann oder zumindest nicht wegen dem ungeschützten Umgang mit ätzenden Chemikalien erkrankt.

Die große Frage ist aber: Was verbirgt sich hinter den verschiedenen Siegeln, was GENAU versprechen sie und was nicht?

Ich würde den Anfang hier gerne einmal beim Thema Kleidung machen. Ich gebe zu, ich liebe es eigentlich, neue Sachen zu kaufen und zu haben ;) Was es mir allerdings zunehmend schwierig macht, "einfach so" shoppen zu gehen, ist die Realtität von Arbeitsbedingungen auf der ganzen Welt, wie sie erst vor Kurzem in den Berichten über den Großbrand in einer Textilfabrik in Bangladesch deutlich wurden (hier z.B. ein Bericht des Spiegel). Um mehr über die Produktionsbedingungen unserer Kleidung zu erfahren, lohnt es sich, zunächst einmal auf den Websites der verschiedenen Klamottenläden zu surfen, bei denen wir gerne einkaufen.

Mittlerweile findet sich bei vielen Herstellern eine Rubrik mit dem Titel "Verantwortung", "Nachhaltigkeit", "Unternehmensethik" o.ä. Was man dort liest, hört sich oft ganz gut an. Es geht um soziale Verantwortung, die das Unternehmen übernehmen will, um gute Beziehungen zu den in- und ausländischen Produktionspartnern und manche stellen ihren "Code of Conduct" vor, eine Art Verhaltenskodex, nachdem sich das eigene Unternehmen und auch die Zulieferer richten sollen. Inhalte sind häufig die Arbeitsbedingungen, evtl. Entlohnung und Qualitätsmerkmale. Vorbildliche Unternehmen schreiben außerdem, dass sie regelmäßige "Audits" durchführen, d.h. Überprüfungen, ob sich alle Beteiligten auch an die Vorgaben halten. Die Versprechen hinter den Labels hängen direkt mit den Herstellungsbedingungen des Produktes zusammen, denn: nur wenn ein Unternehmen wirklich hält, was es verspricht, kann ein Label ernst genommen werden, ist vertrauenswürdig.

Erst bei tiefergehender Beschäftigung mit der Materie weiß man, welche Fragen man noch stellen kann, auch wenn das Unternehmen scheinbar transparent und fair arbeitet:


- Müssen oder sollen die Unternehmen innerhalb der Produktionskette die Richtlinien einhalten?
- Wer führt die Audits im eigenen Unternehmen, aber vor allem bei den Zulieferern und sonstigen Akteuren in der Produktionskette durch?

- Gibt es öffentlich zugängliche Berichte über die Ergebnisse der Audits?

- Was wird getan, wenn sich bspw. ein Zulieferer nicht an die Richtlinien hält?

Das sind nur einge der kritischen Fragen, die man stellen kann. Und es gibt Kriterien, anhand derer man zumindest ungefähr abschätzen kann, ob ein Unternehmen hält, was es verspricht. Dazu mehr im nächsten Post!


Surft bis dahin doch mal auf den Websites eurer Lieblingsläden und macht euch ein eigenes erstes Bild!


Habt einen schönen Tag!
Julia